Deutsche Transplantationsonkologie-Studie 001:
Lebertransplantation bei Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen ohne lokale Therapieoptionen
Für Patientinnen und Patienten mit nicht resektablen und lokal nicht behandelbaren Lebermetastasen eines kolorektalen Karzinoms ist die Prognose bislang ungünstig. Ergebnisse internationaler Studien zeigen, dass bei geeigneter Patientenselektion eine Lebertransplantation ergänzend zur Chemotherapie mit einem 5-Jahres-Überleben von bis zu 73 % assoziiert ist. Unter ausschließlicher Chemotherapie beträgt die entsprechende Überlebensrate dagegen nur etwa 9 %.
GTO-001 (Deutsche Transplantationsonkologie-Studie 001) ist eine prospektive, multizentrische, nicht-randomisierte, offene interventionelle Studie zur Lebertransplantation bei nicht resektablen kolorektalen Lebermetastasen. Im Rahmen der Studie wird geprüft, ob eine Lebertransplantation die Behandlungsergebnisse von Patientinnen und Patienten mit Lebermetastasen eines Darmkrebses verbessern kann, sofern eine operative oder andere lokale Therapie nicht möglich ist.
- Weitere Informationen finden Sie auf der Studien-Homepage.
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Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Nathanael Raschzok, zu seinem Team gehören PD Dr. Simon Moosburner (MHBA), Sandra Wegel und Kilian Walter (alle Charité – Universitätsmedizin Berlin), mitverantwortliche Projektleiter sind Prof. Dr. Andreas Pascher (Universitätsklinikum Münster) und Prof. Dr. Markus Guba (Universitätsklinikum München). Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Krebshilfe.
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e. V. (ADT) begleitet die Studie GTO-001 mit ihrer Erfahrung in der onkologischen Dokumentation und Datennutzung. Sie unterstützt bei Fragestellungen rund um Datenmanagement, Dokumentationsstandards und die Einbindung bestehender Registerstrukturen. Im Rahmen der Studie sollen Möglichkeiten geprüft werden, wie erhobene Daten möglichst effizient erfasst und bestehende Versorgungsstrukturen für wissenschaftliche Auswertungen genutzt werden können.
